PLANET KONZERNWEITE TREIBHAUSGASEMISSIONEN ERFOLGREICH UM 25 % reduziert!
Durch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und einer effizienten Nutzung von Ressourcen möchten wir unseren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und unseren ökologischen Fußabdruck konzernweit kontinuierlich verbessern. Im Rahmen unserer Strategie PASSION 2025 hatten wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Treibhausgasbilanz zu erfassen und die durch die Geschäftstätigkeit verursachten Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) in Scope 1 und Scope 2 der Kern- und Wachstumsländer bis zum Jahr 2025 um rund 25 % im Vergleich zum Basisjahr 2019 absolut zu reduzieren.
DURCH KONSEQUENTES UMWELT UND KLIMAMANAGEMENT HABEN WIR UNSER ZIEL ERREICHT:
Wir haben unsere konzernweiten Scope 1‑ und Scope 2‑Emissionen
bis Ende 2025 um 25 % gegenüber 2019 reduziert!
Was bedeuten Scope 1 und Scope 2-Emissionen eigentlich? Der Begriff „Scope“ stammt aus dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol), das Emissionen zur besseren Vergleichbarkeit in die Bereiche Scope 1, 2 und 3 einteilt. Scope 1 sind direkte THG-Emissionen, die im eigenen Unternehmen entstehen – z. B. durch Verbrennung von Gas im eigenen Heizkessel oder Diesel in firmeneigenen Fahrzeugen. Scope 2 beinhaltet indirekte Emissionen aus der Erzeugung eingekaufter Energie, vor allem Strom, Wärme, Kälte oder Dampf, die das Unternehmen nutzt, aber nicht selbst erzeugt. Scope 3 umfasst vor- und nachgelagerte Emissionen, die außerhalb des eigenen Betriebs in der Wertschöpfungskette anfallen, aber durch die Geschäftstätigkeit verursacht werden.
Das Ziel unsere Emissionen um 25% zu reduzieren, wurde bewusst als absolutes Reduktionsziel definiert - unabhängig von Umsatz-, Produktions- oder Mitarbeitendenwachstum. Entscheidend war für uns, die tatsächlich ausgestoßenen Emissionen in Tonnen zu verringern und nicht nur die Emissionsintensität im Verhältnis zu einer wachsenden Unternehmensleistung zu verbessern.
Seit 2019 konnten wir unser Geschäft erfolgreich ausbauen, neue Standorte in Betrieb nehmen und sowohl Umsatz als auch Produktionsvolumen deutlich steigern – Entwicklungen, die üblicherweise mit einem Anstieg der THG-Emissionen einhergehen. Trotz dieses positiven Wachstums ist es uns gelungen, die absoluten THG-Emissionen in Scope 1 und 2 um 24,9 % zu reduzieren und unser Reduktionsziel damit faktisch zu erreichen.
In der nachfolgenden Abbildung sind die THG-Emissionen der Scopes 1 und 2 des Basisjahres 2019 dem Zieljahr 2025 gegenübergestellt:
Damit leisten wir einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz und verbessern unseren ökologischen Fußabdruck dauerhaft. Für das Erreichen des PLANET-Ziels haben wir bewusst auf den Einsatz von CO₂-Zertifikaten verzichtet und stattdessen in konkrete Maßnahmen investiert, die zu einer tatsächlichen Reduktion der THG-Emissionen in Scope 1 und Scope 2 geführt haben. Zentrale Hebel waren dabei die Umstellung unserer Standorte auf Grünstrom und Photovoltaik, die Elektrifizierung des Fuhrparks sowie verschiedene Energieeffizienzmaßnahmen.
Detailliertere Informationen zu den Reduktionsmaßnahmen und zu weiteren Aktivitäten rund um unseren Corporate Carbon Footprint (CCF) finden sich im Nachhaltigkeitsbericht 2025.
Unsere Erfolgsgeschichten
Fuhrpark
Neben der Optimierung unserer logistischen Prozesse ist die schrittweise Elektrifizierung unseres Fuhrparks ein zentraler Baustein unserer Klimaschutzbestrebungen. Wo immer es betrieblich möglich ist, ersetzen wir Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch Elektro- und Hybridfahrzeuge. Derzeit wird unser Fuhrpark konzernweit zu 36 % mit Elektro- und Hybridfahrzeugen betrieben. Diesen Anteil wollen wir in den kommenden Jahren konsequent weiter ausbauen. Um die E-Mobilität effizient zu nutzen, investieren wir in eine moderne Ladeinfrastruktur an unseren Standorten. Darüber hinaus fördern wir den Aufbau von Lademöglichkeiten bei unseren Mitarbeitenden zu Hause, um die Nutzung von Elektrofahrzeugen im Alltag noch attraktiver und praktikabler zu machen.
Energie
Im Hinblick auf den betrieblichen Umweltschutz setzen wir konsequent auf Energieeffizienz und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Konzernweit beziehen über 70 % unserer Unternehmensstandorte Strom aus erneuerbaren Quellen oder haben zusätzlich Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung installiert. Insgesamt sind an unseren Standorten Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von über 1.850 kWp in Betrieb. Darüber hinaus optimieren wir kontinuierlich unsere Gebäude- und Anlagentechnik, etwa durch effiziente Beleuchtungskonzepte sowie moderne Heizungs- und Klimatechnik. So steigern wir den Anteil erneuerbarer Energien an unserem Strombezug – dieser lag im Jahr 2025 bei 93 % – und reduzieren Schritt für Schritt unsere treibhausgasbedingten Emissionen aus dem Energieverbrauch.
NACHHALTIGE UND BIOBASIERTE ROHSTOFFE
Ein Ansatz zur Reduktion der ökologischen Auswirkungen unserer Produkte ist der verstärkte Einsatz biobasierter Rohstoffe auf Basis des Biomass-Balance-Verfahrens, den wir seit 2021 verfolgen. Dabei werden fossile Rohstoffe bereits am Anfang der Wertschöpfungskette teilweise durch Biomasse ersetzt und bilanziell den von uns bezogenen Rohstoffen zugeordnet. So beziehen wir bei Uzin Utz sogenannte Biomass-Balance-Rohstoffe, die bei identischen Produkteigenschaften eine deutlich geringere CO₂-Bilanz im Vergleich zu konventionellen fossilen Rohmaterialien aufweisen.
Zusätzlich setzen wir verstärkt auf nachwachsende und möglichst regionale Rohstoffe, insbesondere im Bereich der Öle für die Parkettoberflächenveredelung. Dadurch konnten wir den CO₂-Fußabdruck unserer Parkettöle im Vergleich zu bisherigen Formulierungen um knapp zwei Drittel reduzieren. Mit unserem ECO₂ CHOICE Label machen wir diese Verbesserungen transparent
Naturnahe Werksgestaltung
Um dem Verlust der Biodiversität entgegenzuwirken, wurde in den letzten Jahren die naturnahe Werksgestaltung auf dem Gelände der Uzin Utz SE in Ulm konsequent weiterentwickelt. Ziel ist es, versiegelte oder artenarme Flächen nach und nach in ökologisch wertvolle Bereiche zu überführen und so Lebensräume für Insekten und Pflanzen zu schaffen. Die verschiedenen Module und Fortschritte reichen von Begrünungsmaßnahmen bis hin zu strukturreichen Freiflächen und sind auf unserer Homepage ausführlich beschrieben.
Auch am Standort Haaksbergen in den Niederlanden spielt die naturnahe Gestaltung der Außenflächen eine zentrale Rolle. So wurde im Jahr 2026 ein neuer Mitarbeiterparkplatz in Betrieb genommen, der unter anderem mit Bäumen und Sträuchern begrünt ist und mit Rasengittersteinen ausgeführt wurde. Auf diese Weise werden Versickerungsflächen erhalten und das Mikroklima verbessert.