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Dominic Stoll "Man lernt sein eigenes Leben mehr zu schätzen"

Dominic Stoll verbrachte sein Sozialpraktikum in der Einrichtung der Donau-Iller-Werkstätten für psychisch erkrankte Menschen. Zugeteilt wurde er dem Nebenstandort in der Nelson-Allee in Neu-Ulm, wo er eine Woche Einblick in das Arbeitsleben der Angestellten bekam.

Welche Erwartungen hatten Sie an das Sozialpraktikum?

Von meinem Sozialpraktikum habe ich mir erhofft, dass ich mir nach dieser Woche ein Bild davon machen kann, was es heißt, auf tägliche Hilfe im Alltag angewiesen zu sein. Aber natürlich wollte ich auch Einblick in den Alltag der Menschen bekommen, die ihnen dabei eine große Stütze sind.

Wussten Sie was auf Sie zukommt?

Da ich zuvor noch keine Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt habe, wusste ich nicht was auf mich zukommt. Somit ging ich mit gemischten Gefühlen in die Einrichtung. Durch die warmherzige Aufnahme der Mitarbeiter sind diese aber schnell verflogen.

Was waren Ihre Aufgaben?

Zum einen arbeitete ich mit den psychisch erkrankten Mitarbeitern in der Produktion und baute für Gardena Schlauchwägen zusammen. Die Montage wurde dabei in mehrere Arbeitsschritte unterteilt. Ich half in jeder „Abteilung“ und hatte somit einen Überblick über die gesamte Montage. Zum anderen habe ich auch viel über die Tätigkeiten der Gruppenleiter erfahren. Zu meinen Aufgaben zählte viel zwischenmenschliche Arbeit, wie Hilfestellung zu geben, über Probleme zu reden oder einfach ein offenes Ohr für redselige Mitarbeiter zu haben.

Wie kann man sich einen typischen Tagesablauf in der Einrichtung vorstellen?

Der Tagesablauf gestaltete sich sowohl für die Gruppenleiter, als auch für die Mitarbeiter, wie ein für uns bekannter Arbeitstag. Der Arbeitsbeginn ist abhängig vom Grad der Erkrankung und liegt zwischen 8:00 Uhr und 10:00 Uhr. Die Arbeitszeit richtet sich ebenso nach der Schwere der psychischen Störung und liegt bei sechs bis acht Stunden am Tag. Um zwölf Uhr finden sich alle zum Mittagessen in der Kantine zusammen.

Was hat Ihnen besonders Spaß gemacht?

Es war großartig zu sehen, wie viel Freude und Leidenschaft, die dort Beschäftigten trotz ihres Handicaps aufbringen. Für gesunde Menschen recht einfach zu erledigende Aufgaben, stellen zwar eine große Herausforderung für diese Menschen dar, doch sie wissen diese Chance zu schätzen und stecken ihre ganze Energie in diesen Job. Auch die Zusammenarbeit mit den Gruppenleitern hat mir große Freude bereitet. Sie haben mich sofort in das Team aufgenommen und als gleichwertiges Mitglied betrachtet.

Würden Sie die Teilnahme am Sozialpraktikum weiterempfehlen?

Ich kann Jedem empfehlen diese Möglichkeit wahrzunehmen und ein Sozialpraktikum zu absolvieren. Man bekommt einen Eindruck davon, was es heißt normaler Arbeit bzw. einem normalen Leben nicht mehr nachgehen zu können. Dadurch lernt man sein eigenes Leben mehr zu schätzen. Den direkten Vergleich, zwischen den Betreuern und denen, die es schwerer haben, fand ich besonders beeindruckend.

 

Das Interview wurde im Februar 2017 geführt.

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