Uzin Utz Aktiengesellschaft
Uzin Utz AG

Jens Schimmel berichtet:

Was macht die Arbeit als Area Direktor bei der Uzin Utz AG besonders interessant? Was genau sind die Aufgaben in dieser Position? Über diese und weitere Fragen habe ich mich mit Jens Schimmel unterhalten, der seit gut einem Jahr für unsere Unternehmensgruppe tätig ist.

Hallo Herr Schimmel, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor:

Mein Name ist Jens Schimmel (44) und ich komme gebürtig aus Hessen. Nach meinem Studium zum Diplom-Kaufmann in Marburg und Gießen blicke ich auf eine 18-jährige Laufbahn bei AkzoNobel zurück. Dort war ich im Bereich Bauklebstoffe zunächst als Assistent des Business Unit-Managers und anschließend als Business Development & International Marketing Manager tätig. Meine nächste Etappe war die sechsjährige Tätigkeit als CFO der Casco/Schönox. Dort verantwortete ich die Ressorts Finanzen, Controlling, IT, und Strategie. Nach dieser Zeit war es mein Wunsch, in die direkte Geschäftsverantwortung zu wechseln, und ich übernahm ich die Leitung des Geschäfts in Nord- und Osteuropa. Nach dem Verkauf des Unternehmens an SIKA hat sich dessen Charakter sehr verändert und ich bin sehr glücklich, bei der Uzin Utz AG eine neue berufliche Heimat gefunden zu haben!

Mein Privatleben verbringe ich natürlich sehr gerne mit meiner Frau und meinen Kindern. Sie sind vier und sieben Jahre alt. Die berufliche Veränderung hat uns von Münster in den Stuttgarter Raum geführt. Hier fühlen wir uns sehr wohl, was sicherlich auch daran liegt, dass meine Frau aus der Gegend stammt. Es ist aber auch einfach eine schöne Region und die Nähe zu den Bergen und nach Italien macht sie zusätzlich attraktiv. Ich hoffe nur noch, dass wir zu Hause weiterhin Hochdeutsch sprechen, bin aber nicht sicher, wie gut das bei allen funktionieren wird.

Warum haben Sie sich für die Uzin Utz AG als Arbeitgeber entschieden?

Neben der klaren Profistrategie haben mich die Vielfalt der starken Marken und der Wille des Unternehmens, in Wachstum zu investieren, gereizt. Außerdem besitzt Uzin Utz einen erstklassigen Ruf in der Branche und wird vom Wettbewerb zum Beispiel wegen der herausragenden Klebstofftechnologien bewundert. In diesem Umfeld wollte ich gerne und mit vollem Engagement zum Unternehmenserfolg beitragen.

Was ich von außen allerdings nur eingeschränkt beurteilen konnte, waren die Unternehmenskultur und der „Geist“ des Unternehmens. Den „Spirit“  kenne ich nun besser, schätze ihn sehr und bin froh, mit so vielen engagierten, kompetenten, kreativen und netten Kolleginnen und Kollegen arbeiten zu können. Das gilt für Deutschland in gleicher Weise wie für unsere internationalen Standorte.

Um welche Länder kümmern Sie sich?

Skandinavien, UK, Belgien, Polen, Tschechien sowie die Exportgeschäfte von dort.

Wofür sind Sie in Ihrer Funktion (genau) verantwortlich und welche Aufgaben haben Sie?

Meine Funktion ist zumindest als „Hauptamt“ neu und die Schaffung dieser Organisation hat das Ziel, eine wirksame, international ausgerichtete Führungsstruktur zu etablieren. Es geht darum, dass wir uns vom deutschen Unternehmen mit Auslandgeschäft zu einem  internationalen Unternehmen entwickeln. Neben der Führungsstruktur müssen wir auch Prozesse und Systeme noch internationaler ausrichten, so haben wir beispielsweise im letzten Jahr die Entwicklungssteuerung durch regionale Produktausschüsse internationaler  aufgestellt. In anderen Themenfeldern müssen wir uns noch besser auf die globalen Herausforderungen einstellen. So könnte beispielsweise ein etwas angepasstes Transferpreissystem internationale Wachstumsimpulse schaffen.

Der Kern meiner Aufgabe ist es, die Landesgesellschaften in dem Sinne zu steuern, dass wir die Unternehmensstrategie in eine regionale Wachstumsstrategie übersetzen und das Geschäft aller Marken erfolgreich weiterentwickeln.  

Es geht darum, die Verbindung zu schaffen zwischen Business Units, Vorstand und Landesgesellschaften um sicherzustellen, dass wir die richtigen Entscheidungen für den Konzern treffen.

Es ist also eine Rolle mit Führungsanspruch, aber die Verantwortung für das Landesgeschäft liegt weiterhin ganz klar bei den jeweiligen Geschäftsführern. Diese sind es gewohnt, sehr frei zu arbeiten, und daran wird sich auch nichts ändern. Dennoch üben wir eine gewisse Steuerung aus, um wirksam und vor allem koordiniert als internationales Unternehmen zu agieren.

Entscheidend ist allerdings, wie man die Steuerung ausübt und mit welcher Philosophie man führt. Ich sehe mich als Diskussionspartner für die Geschäftsführer und möchte meine internationale Expertise als Coach und Sparringpartner einbringen. Es macht mir Spaß, Fragen zu stellen, neue Blickwinkel zu eröffnen und auf diese Weise neue Wege zu finden, um unser internationales Geschäft kontinuierlich und nachhaltig weiter zu entwickeln.

Abschließend ist es ein wichtiger Teil meiner Rolle, „meine“ Geschäftsführer in Ulm, Würzburg und Ilsfeld gut zu vertreten und als Verstärker für ihre Interessen da zu sei.

 

Was war für Sie bisher ein besonderes Highlight und gab es auch besondere Herausforderungen?

Ein Highlight ist der Aufbau unserer skandinavischen Organisation. Es macht unheimlich viel Spaß, eine Organisation aufzubauen, die richtigen Menschen zu finden und die Entwicklung aktiv zu gestalten. In Dänemark haben wir schon viel erreicht und beispielsweise im Juni 30 % mehr Umsatz als im Vorjahr erzielt. Auch in Norwegen haben wir bereits wichtige Veränderungen herbeigeführt und werden im Laufe des vierten Quartals unser Team vervollständigen, so dass wir ab dem nächsten Jahr ein deutliches Wachstum erwarten können. In den übrigen nordischen Ländern läuft das Geschäft ebenfalls gut und wir sind in den ersten sechs Monaten in Skandinavien insgesamt um 15 % gewachsen. Wir schaffen also Schritt für Schritt und konsequent die notwendigen Strukturen, um die Ziele unserer Wachstumsstrategie „GOLD“ zu erreichen.

Ein anderes Highlight ist es für mich, dass ich seit kurzem wieder in Polen und Tschechien arbeiten kann. Ich schätze die Kulturen dieser Länder sehr und ich mag die Menschen. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass wir dort gemeinsam mit den Geschäftsführern durch ein paar wirksame Veränderungen unser Geschäft noch erfolgreicher machen können.

Die größte Herausforderung meiner Aufgabe ist die Etablierung der Organisation an sich, denn diese Steuerungsfunktion gab es bisher in der Unternehmensgruppe noch nicht. Daher sind die enge Abstimmung mit dem Vorstand und der Rückhalt von dort, um die notwendigen Entscheidungen treffen zu können, besonders wichtig.

Ich hoffe, es ist zu spüren, dass ich viel Spaß an der Aufgabe habe. Ich werde mich jedenfalls anstrengen, gemeinsam mit den Geschäftsführern und Hand in Hand mit den Markenverantwortlichen das Geschäft erfolgreich weiter zu entwickeln.

Das Interview wurde im Juli 2016 geführt.

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