Uzin Utz Aktiengesellschaft
Uzin Utz AG

Thomas Schneider berichtet:

Was machen Sie, was sind Ihre Aufgaben, und wie lange sind Sie dabei?

Ich bin seit fast 5 Jahren im Unternehmen, ich wurde damals als Schulungsleiter eingestellt, nach nur 9 Tagen fand direkt eine Umstrukturierung statt, so dass ich dann zu 50% die Schulungsleiterposition mit aufgebaut habe und zu 50% die Technik international mit betreuen durfte. Irgendwann wurde die Stelle des internationalen Produktmanagers frei und seither verantworte ich zu 50% die Technik und zu 50% das Produktmanagement international, was sehr eng miteinander verbunden ist. 

Welche Länder betreuen Sie?

Wir haben weltweit 23 Tochtergesellschaften, welche das Produktmanagement Uzin betreut. Anwendungstechnisch unterstützt werden die Kollegen im Ausland hauptsächlich von Frank Zaumsegel und mir.

Was heißt Technik?

Technik bedeutet zum einen den Ländern das technische Know-How bei Produkteinführungen zu geben, sie bei Schulungen zu unterstützen und die Tests in den Ländern zu begleiten. Zum anderen heißt Technik, den Austausch der Techniker untereinander zu fördern. In jeder Tochtergesellschaft gibt es einen technischen Verkäufer. Ich habe ein enges Netzwerk aus 20-25 reinen Technikern gegründet, in dem wir uns treffen, informieren und abstimmen. 

Was heißt Produktmanagement international?

Beim Produktmanagement internationalisieren wir unsere Produkte und stimmen sie auf die speziellen Gegebenheiten der Länder ab. Man muss z.B. die Verpackungseinheiten den Ländern anpassen, in einigen Ländern darf man nur 20kg Säcke benutzen, in anderen nur 10kg Eimer. Beim nächsten sind eher dünnflüssige Klebstoffe gefragt, beim anderen dickflüssige Konsistenzen. Da versuchen wir einen Mittelweg zu finden. 

Außerdem kreieren und gruppieren wir für die Länder z.T. auch neue Arbeitsstoffe, die wir hier in Deutschland gar nicht kennen. Wir laden die Techniker mit Ihren Referenzmaterialien aus den Ländern zu uns ein, und entwickeln dann gemeinsam in Ulm die Materialien und Arbeitsstoffe, damit diese später auch wirklich an die internationalen Bedürfnisse angepasst sind, und eben nicht nur aus Sicht eines deutschen Handwerkers entwickelt wurden. 

Sie sind ja eigentlich Raumausstatter, warum haben Sie sich dafür entschieden, etwas ganz anderes zu machen und Schulungsleiter bei Uzin Utz zu werden?

Nach 15 Jahren als Raumausstatter-Meister wollte ich einfach mal wieder was Neues machen und genau das hat mir das Unternehmen geboten. In kurzer Zeit bin ich hier vom Schulungsleiter über Produktmanager und internationales Produktmanagement bis zur internationalen Technik gekommen. Und die Türen sind offen, um noch viel mehr Neues zu machen. 

   

Was würden Sie sagen, zeichnet die Uzin Utz AG gegenüber Ihrem vorherigen Arbeitgeber aus?

Man kann einen Handwerksbetrieb schlecht mit der Industrie vergleichen. Das sind zwei Uhrwerke, die komplett verschieden laufen, aber sich irgendwo in der Mitte dann doch wieder treffen. Ich finde es sehr spannend, wie wir als großes Industrie-Unternehmen es schaffen, diesen nahen Kontakt zum Handwerker zu behalten, obwohl wir ganz anders ticken hier. 

Sie geben ja auch Schulungen, wie ist das Feedback der Handwerker zum Unternehmen und zu den Schulungen?

Die finden es gut, dass wir noch diesen familiären Charakter haben und sehr nah am Handwerk sind. Manchmal sagen auch Stimmen:“Ihr seid doch Industrie“ was soviel heißt wie, auf der Baustelle sieht's doch ganz anders aus, ihr schult hier in einer kleinen heilen Welt. Aber im Großen und Ganzen hören wir eigentlich weltweit, dass wir ein tolles und vor allem kundennahes Unternehmen sind. 

Gibt es auch ein Land in dem Sie am liebsten arbeiten?

Nein, da müsste ich lügen. Es macht überall Spaß, denn es sind überall nicht nur Kollegen sondern auch Freunde, die ich besuche. Das Tolle ist, man kommt nicht als Tourist und kratzt an der Oberfläche, sondern man kommt in die Familien rein, an Orte, an die man sonst nie hinkommen würde. Egal ob man ins Hinterland nach Russland fährt, oder in den Polarkreis oder in die Prärie nach Denver. 

Möchten Sie noch etwas loswerden?

Ich mache den Job wirklich mit Leidenschaft, er ist superspannend und man spürt diese Leidenschaft auch bei allen Kollegen. 

Das Interview wurde im Jahr 2013 geführt. Inzwischen ist Herr Schneider Leiter Anwendungstechnik UZIN am Standort Ulm.

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