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Valentina Kohn über ihr Auslandssemester in Wales

Valentina Kohn ist seit dem 01.10.2013 bei der Uzin Utz AG tätig und macht ein duales Studium BWL Fachrichtung Industrie an der dualen Hochschule in Heidenheim. Von Januar bis Ende März 2016 hat sie an der University of South Wales den Studiengang International Business Management besucht und ihren Double-Degree erfolgreich absolviert. Somit hat sie einen offiziellen Abschluss an der University of South Wales.


Wie kam es zu Ihrer Reise nach Wales?

Schon immer interessieren mich andere Länder und Kulturen. So kam es, dass ich nach meinem Abitur ein Auslandsjahr in Australien verbrachte. Als ich erfahren habe, dass ich bei der Uzin Utz AG die Möglichkeit bekomme, einen Auslandsaufenthalt zu absolvieren, habe ich mich sofort darüber informiert und mich für einen längeren Aufenthalt in Wales entschieden. Damit hatte ich die einmalige Chance, Einblick in den Alltag der Menschen zu erhalten und viele Kontakte mit Menschen aus aller Welt zu knüpfen.


Mit welchen Erwartungen und welchem Ziel sind Sie nach Wales aufgebrochen?

Von meinem Auslandsaufenthalt versprach ich mir, viele neue Erfahrungen zu sammeln und neue Leute kennenzulernen, was sich im Nachhinein auch bewiesen hat. Mein Ziel war es, meine Englischkenntnisse zu verbessern. Natürlich war ich auch gespannt, wie der Alltag an der Universität abläuft und was mich sonst noch alles erwartet.


Was haben Sie als die größten Unterschiede zum deutschen Alltag wahrgenommen?

Bereits am ersten Tag hat sich das Vorurteil, dass Studenten an Unis die Anwesenheit bei den Vorlesungen nicht so ernst nehmen, bestätigt. Ich saß mit anderen Studenten aus Deutschland im Vorlesungssaal, bis irgendwann ein Dozent kam, lachte und sagte: „Sie müssen die Deutschen sein“. Anscheinend ist es dort üblich, dass am ersten Tag keine Vorlesungen stattfinden.

Die Lebensmittel bestellten sich die Studenten online, das war total praktisch. Auch stand der Besuch im Pub auf der Tagesordnung, um 17 Uhr sind diese bereits voll, schließen aber auch meistens um 22 oder 23 Uhr. Livemusik gehört in den Pubs dazu.


Was können Sie uns über die Uni erzählen und was waren Ihre Aufgaben?

Im Campus befanden sich ein Fitnessstudio, ein Pub und eine Bibliothek. Unsere Vorlesungen fanden in einem sehr großen Vorlesungssaal statt, anders als in Heidenheim. Die Studenten kamen aus aller Welt wie zum Beispiel aus Katar, Indonesien, Spanien, Frankreich und China - das hat die Vorlesungen bei vielen Themen sehr spannend gemacht.


Was haben Sie in Ihrer Freizeit unternommen?

Ich besuchte die Willkommensveranstaltung der Universität, bei welcher es walisisches Essen gab und ebenso walisische Musik gespielt wurde. Das war wirklich sehr beeindruckend und interessant. Ansonsten habe ich mit meinen Kommilitonen die Küste und die Burgen besucht, sowie den umliegenden Nationalpark besichtigt. Abends haben wir uns oft im Pub bei Livemusik getroffen. Als sich die Möglichkeit ergab für mehrere Tage zu verreisen, sind wir für vier Tage nach London gefahren und haben uns die Stadt angeschaut - natürlich haben wir auch eine Shoppingtour gemacht.


Was waren denn Ihre größten Herausforderungen?

Eine Herausforderung stellten am Anfang die vergleichsweise zu Deutschland unterschiedlich gestalteten Vorlesungen dar. So hatten wir nur drei bis vier Tage in der Woche eine Vorlesung die restliche Zeit wurde von unserer Kursleiterin immer als „library time“ beschrieben. Die Bibliothek war 24 Stunden geöffnet und durchgehend gut besucht. Wir haben uns dort zusammen getroffen um Hausarbeiten zu schreiben, welche anstatt Prüfungen benotet wurden.

Ansonsten war es nicht immer ganz einfach, die walisische Sprache zu verstehen. „Welsh“ wird heute kaum noch gesprochen, dennoch gibt es im Norden noch viele Menschen deren Muttersprache Walisisch ist und welche Englisch als 1. Fremdsprache lernen.

Ortnamen wie Merthyr Tydfil, sind hier üblich. Der längste Ortsnamen ist „lanfairpwll­gwyngyllgogery­chwyrndrobwll­llantysilio­gogogoch“, was so viel heißt wie „Marienkirche (Llanfair) in einer Mulde (pwll) weißer Haseln (gwyn gyll) in der Nähe (ger) eines schnellen Wirbels (chwyrn drobwll) und der Thysiliokirche (llantysilio) bei der roten Höhle (ogo goch)." Wales heißt „Cymru“. Die Durchsagen in der Bahn kommen glücklicherweise auf Englisch und auf Walisisch.


Und was haben Sie für sich mitgenommen?

Viele neue schöne Erfahrungen mit Menschen aus aller Welt, das Studieren an einer Universität und zahlreiche Eindrücke neuer Landschaften.

 

Das Interview wurde im Juli 2016 geführt.

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